Sie ist da
filosofische Standortbestimmung
Ich gehöre - filosofisch gesehen - der Gruppe der Skeptiker an. Ich bin mir aber nicht ganz sicher.
Franz?
Man jodelt nicht auf Kreta - Agnes Baltsa singt
Eine meiner Lieblings-CDs ist die mit griechischen Volksliedern, gesungen von Agnes Baltsa. Der Titel dieser CD ist: "Songs, my country taught me (Lieder meiner Heimat)". Wenn man diese Lieder hört, kommt einem die österreichische Volksmusik arm vor, insbesonders die meiner engeren Heimat. Die Lieder meiner Heimat beschränken sich zum Großteil auf Worte wie "holadrio" und "huiodriaho". Die Melodien sind zwar schön, einen Inhalt gibt es aber nicht. Lieder mit Text setzen sich zu 90 Prozent aus den Worten zusammen: "Jaga, Dirndl, Berg, Gamserl, Wildschütz, Bua." Verbietet man in meiner Heimat das Wort "Dirndl" und das Wort "Jaga", hat man kein Lied mehr. Inhaltlich sind unsere Lieder meist auch ohne tieferes Gefühl, die Liebe beschränkt sich oft auf die Liebe zum Berg oder die Liebe zu irgend einem Blümchen, insbesonders zum Edelweiß. Ich kann das Wort "Edelweiß" schon nicht mehr hören. Leider spiegelt sich in diesen Liedern die Gefühlsarmut der Bevölkerung des Salzkammergutes, wo die Menschen oft wirklich ein Edelweiß oder einen Berg mehr lieben als andere Menschen und der Abschuß einer Gämse mehr zählt als ein Kuss.
Hört man griechische Volkslieder, so taucht man in eine Gefühlswelt ein, deren Tiefe einen beinahe in Angst versetzt. Wo sonst singt man einen Text wie: "Wind, trockne meine Segel, nimm meine Tränen, nimm mein Herz. Ich kann die Einsamkeit nicht ertragen. Wohin bringst Du mich? Was denn willst Du von mir? Ich weiß doch, Du liebst mich." Oder: "Mit einem der Züge, die mitten in der Nacht abgefahren sind, ist meine Liebe entschwunden. Ich bin allein zurück geblieben. Ich brauche Deine Hand, um mich zu stützen, Deinen tröstenden Blick, Dein Lächeln, damit sich mein Herz wieder erwärmt." Nur langsam öffnet sich die griechische Seele dem Fremden. Aber hat sie das einmal getan, weiß man, warum die Griechen solche Volkslieder haben und nicht ununterbrochen Gämsen erschießen oder Edelweiß pflücken. In Verbindung mit wunderschönen Melodien und der Stimme von Agnes Baltsa zählen daher die Lieder auf dieser CD zu den schönsten, die ich je gehört habe. Ich hoffe, dass meiner Freundin ebenfalls diese Lieder gefallen, weil es mir unmöglich ist, ihr meine Zuneigung mit einem "Huiodrio" zu erklären. In diesem Sinne erwarte ich eine Rückkehr des Zuges und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr thewritingfranz.
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In da Fria bin i wegga In Gottes Natur.
Und mei Muattal hot gsogt: "Kimm gsund hoam, liaba Bua."
Und bevor d'Sun woa heraußn
woa i schon draußn.
Zwischan Bleaml und Grasal bin i auffi am Berg,
von do obm vom Güpfi siagst untn nur Zwerg.
Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.
Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.
Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.
Wegen dem Scheiß Jaga is jetzt so lob.
Drentas Tol auf da Leitn,
drent auf da Sunnaseitn
steht da Jaga mit sein Gwehr.
Und des letzt wos i hea is a Gümpöpfeifn.
Donn kimmt die Kugel, tuat mi net streifn.
Denn glei übam Buckl - zack!
geht de Wornschusskugel mir mittn ins Gnack.
Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.
Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.
Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.
Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.
Mei junges Lebm, meine Träume, mein Sehnen,
umsonst sans gwen.
Erstickt nun in Tränen, sie fließen herab
von meinem Brüdern auf's Grab.
Oba i sog trotzdem scho heit,
am Ende siegt die Gerechtigkeit.
Mi werden die Engal wolln,
den Jaga wird da Teifl hoin.
Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.
Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.
Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob
Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.
Seelen tanzen
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