Hans strich seiner Frau zärtlich über das Haar. "Höre auf zu weinen, ich bitte dich". Das Schluchzen seiner Frau, in das nun auch die Kinder einfielen, zerriss ihm das Herz. "Den Aktionären werde ich es zeigen", dachte er, "erschießen müsste man sie, aber ich bin zu sehr Christ. Verzeihen aber kann ich ihnen auch nicht lieber Gott, da forderst du zu viel im Neuen Testament." Er öffnete die Falltür zum Keller und stieg die steile Treppe hinab. An der Wand stand ein alter Kasten, der schon lange nicht mehr geöffnet worden war. Die Blumen, mit denen er bemalt war, waren schon verblichen, nur die zwei Edelweiss in der Mitte jeder Tür leuchteten durch den Staub, als wären sie nicht vor zweihundert Jahren aufgemalt worden, sondern gestern. "Hans stieß einen fürchterlichen Fluch aus: "Solange die zwei Edelweiß ihre Farbe nicht verlieren, werde ich wildern und jeden Hirsch, jede Gämse und jedes Reh zwischen Goisern und Aussee schießen, so wahr mir Gott helfe! Kein Jäger wird mich aufhalten können, kein Jagdherr wird je wieder eine Beute machen, wenn ich es verhindern kann. Hunger und Blut sollen über sie kommen, wie die sieben Plagen im Alten Testament, vor allem Blut! Damit sollen sie für den Hunger meiner Kinder büßen."
Lieber Leser, Du kannst jetzt die Geschichte fortsetzen oder einen Kommentar an den ich mich nach Möglichkeit halten werde, dazu abgeben.
