thewritingfranz

Das Goiserer Journal schreibt über mich

— geschrieben von thewritingfranz @ 19:52
Goiserer Journal (weiter)

Teil 2 Wildschützenfortsetzungskrimi

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:48

Hans strich seiner Frau zärtlich über das Haar. "Höre auf zu weinen, ich bitte dich". Das Schluchzen seiner Frau, in das nun auch die Kinder einfielen, zerriss ihm das Herz. "Den Aktionären werde ich es zeigen", dachte er, "erschießen müsste man sie, aber ich bin zu sehr Christ. Verzeihen aber kann ich ihnen auch nicht lieber Gott, da forderst du zu viel im Neuen Testament." Er öffnete die Falltür zum Keller und stieg die steile Treppe hinab. An der Wand stand ein alter Kasten, der schon lange nicht mehr geöffnet worden war. Die Blumen, mit denen er bemalt war, waren schon verblichen, nur die zwei Edelweiss in der Mitte jeder Tür leuchteten durch den Staub, als wären sie nicht vor zweihundert Jahren aufgemalt worden, sondern gestern. "Hans stieß einen fürchterlichen Fluch aus: "Solange die zwei Edelweiß ihre Farbe nicht verlieren, werde ich wildern und jeden Hirsch, jede Gämse und jedes Reh zwischen Goisern und Aussee schießen, so wahr mir Gott helfe! Kein Jäger wird mich aufhalten können, kein Jagdherr wird je wieder eine Beute machen, wenn ich es verhindern kann. Hunger und Blut sollen über sie kommen, wie die sieben Plagen im Alten Testament, vor allem Blut! Damit sollen sie für den Hunger meiner Kinder büßen."

Lieber Leser, Du kannst jetzt die Geschichte fortsetzen oder einen Kommentar an den ich mich nach Möglichkeit halten werde, dazu abgeben.


Logik und der Irrtum betreffend die Kunst

— geschrieben von thewritingfranz @ 13:05

Immer wieder, wenn ein/e BildungsbürgerIn darüber redet, was denn Kunst sei, kommt er/sie mit dem Argument daher, Kunst komme von KÖNNEN. Daher ist alles, was er/sie nicht versteht, weil es nicht eine Blume in einer Vase oder einen Berg mit Wolken zeigt, nicht Kunst. Und schon gar nicht Kunst ist abstrakte Kunst, weil man da nix können muss. Dieses Argument, Kunst komme von "Können" ist aber leicht wiederlegbar, wenn man auf Logik pocht. Wenn a gleich b ist und b gleich c ist, dann ist c gleich a. Dieser Satz ist wahr und ist daher in allen Sprachen wahr. Denn wenn etwas wahr ist, ist es in allen Sprachen war. Überprüfen wir nun die Wahrheit des Satzes "KUNST KOMMT VON KÖNNEN" indem wir ihn übersetzen, z-B. ins Englische, dann kommen wir zu "Art comes from ????????????", da stehen wir an. Auf englisch läßt sich der Satz nicht übersetzen, auch nicht ins französische, ohne seine Aussage zu verlieren. Daher ist er nicht war.


Kreta, ein Gott und die Liebe

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:36
Ich bin schon sehr gespannt. Heute kommt die Gemeindezeitung heraus und in ihr wird mein Buch über den grünen Klee gelobt. Hoffentlich fördert das den Verkauf. Die Buchhandlung hat eine Auslage schon mit meinen Werken dekoriert und wartet auf Kunden. Leider aber musste ich feststellen - oder sollte ich besser sagen, es ist interessant - wie verschieden Menschen Bücher lesen. Eine große Österreichische Buchhandelskette hat die Aufnahme meines Kretabuches in ihr Sortiment abgelehnt, weil es zu sehr religiös sei. Merkwürdig. Andere leser fanden es erotisch und wieder andere Leser fanden es witzig. Jetzt wird mir auch klar, warum die Bibel so verschieden interpretiert wird. Insbesondere das AT kann als Krimi, als erotisches Werk oder als reines Geschichtsbuch oder als Lobpreis des Zornes und der Rache werden.

Die Kunst des Liebens

— geschrieben von thewritingfranz @ 20:54

Auf gut Glück schlage ich jetzt eine Seite in dem Buch von Erich Fromm, die Kunst des Liebens, auf.


Seite 111: "Eine Form der Pseudoliebe, die nicht selten ist, und oft als die "große Liebe" erlebt wird (und die noch öfter in rührenden Filmen und Romanen dargestellt wird), ist die abgöttische Liebe. Wenn jemand noch nicht das Niveau erreicht hat, wo er ein Gefühl der Identität, des Ich-Seins hat, das sich auf die produktive Entfaltung seiner eigenen Kräfte gründet, neigt er dazu, die geliebte Person zu vergöttern. Er wird dann seinen eigenen Kräften entfremdet und projiziert sie auf die geliebte Person, die er als das "Summum Bonum", als Inbegriff aller Liebe, allen Lichts und aller Seeligkeit verehrt.


So weit Erich Fromm. Als Beispiel fällt mir dazu nur ein, eine Nonne, die sich selbst entfremdet, alle ihre Kräfte auf Jesus, als ihren Geliebten, projiziert.


Wildschützen - Fortsetzungskrimi- in Goisern und auf Kreta

— geschrieben von thewritingfranz @ 20:20

Vier Jahre war er jetzt schon arbeitslos der Hans. Er hatte auch kaum eine Aussicht, in nächster Zeit wieder eine Arbeitsstelle in seiner näheren Umgebung zu finden. Die zwei großen Fabriken in Goisern hatten ihre Tore geschlossen. Die Eigentümer waren samt den Maschinen nach Rumänien übersiedelt. Wie zum Hohn siedelten sie die neuen Fabriken dort an, von wo die Altgoiserer nach Öffnung des eisernen Vorhanges im Salzkammergut zurückgezogen waren. Aber die leer gelassenen Häuser wurden jetzt von jungen arbeitslosen Rumänen bezogen, die für zehn Euro am Tag zu haben waren und der Grund kostete fast nichts. Mit anderen Worten konnte durch niedrige Menschenwerte ein hoher Aktienwert erzielt werden. Das aber nützte Hans und seinen 600 ebenfalls gekündigten Kollegen in Goisern nichts. Seiner Frau jammerte, dass für sie, Hans und die vier Kinder nur mehr Nudeln für einige Tage vorhanden seien, dann müssten sie hungern oder betteln gehen, denn das Arbeitslosengeld reichte kaum für Miete, Strom und Heizungskosten. "Frau", sagte der Hans. Bevor wir hungern oder betteln gehen, werde ich Wilderer wie es der Großvater schon einmal gewesen ist. Er hat mir seinen Stutzen samt Munition hinterlassen, ich denke, dass er noch funktioniert. "Und zwischen Hütteneck-Alm", fuhr er fort, "und dem Loser gibt es genug Gämsen, Rehe und Hirsche um das ganze Goiserertal zu ernähren." Seiner Frau wurde jetzt, da Hans sich entschlossen hatte, Gesetzesbrecher zu werden, erst das Elend in dem sie seit Jahren lebte, richtig bewusst. Sie setzte sich an den alten Holztisch, legte ihre Arme darauf, senkte den Kopf und begann fürchterlich zu weinen.

Zur gleichen Zeit rief im Nachbarhaus Rudi Schlafer, ein Hauptschullehrer, seiner Frau Susi zu: "Susi, Susi, wir haben gerade per email die Buchungsbestätigung für unseren vierwöchigen Urlaub auf Kreta erhalten." "Super", rief Susi, "da kommen wir endlich wieder einige Zeit aus dem scheiß Goisern heraus und die blöden Kollegen in der Hauptschule muss ich auch einige Zeit nicht sehen." Heimlich aber dachte sie daran, dass sie trotz allem auch in diesen vier Wochen ihren Mann jeden Tag und jede Nacht sehen - und noch mehr - musste. Der heißt nicht umsonst Schlafer, sprach sie so vor sich hin. Aber dann mußte sie daran denken, wie sie in Matala Spirosakis besuchen würde, den sie nach jedem Kretaurlaub ihren Freundinnen gegenüber als griechischen Hengst bezeichnete.

Hans strich seiner Frau zärtlich über das Haar. "Höre auf zu weinen, ich bitte dich". Das Schluchzen seiner Frau, in das nun auch die Kinder einfielen, zerriss ihm das Herz. "Den Aktionären werde ich es zeigen", dachte er, "erschießen müsste man sie, aber ich bin zu sehr Christ. Verzeihen aber kann ich ihnen auch nicht lieber Gott, da forderst du zu viel im Neuen Testament." Er öffnete die Falltür zum Keller und stieg die steile Treppe hinab. An der Wand stand ein alter Kasten, der schon lange nicht mehr geöffnet worden war. Die Blumen, mit denen er bemalt war, waren schon verblichen, nur die zwei Edelweiss in der Mitte jeder Tür leuchteten durch den Staub, als wären sie nicht vor zweihundert Jahren aufgemalt worden, sondern gestern. "Hans stieß einen fürchterlichen Fluch aus: "Solange die zwei Edelweiß ihre Farbe nicht verlieren, werde ich wildern und jeden Hirsch, jede Gämse und jedes Reh zwischen Goisern und Aussee schießen, so wahr mir Gott helfe! Kein Jäger wird mich aufhalten können, kein Jagdherr wird je wieder eine Beute machen, wenn ich es verhindern kann. Hunger und Blut sollen über sie kommen, wie die sieben Plagen im Alten Testament, vor allem Blut! Damit sollen sie für den Hunger meiner Kinder büßen."

Lieber Leser, Du kannst jetzt die Geschichte fortsetzen oder einen Kommentar an den ich mich nach Möglichkeit halten werde, dazu abgeben.


Kosovo, Albanien, Serbien und der Weg zum Meer

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:27

Ich freue mich über jeden, der über sich selbst bestimmen kann. So auch daher über die Kosovaren. Sie müssen halt recht gut mit den Serben in ihrem Land umgehen, dann wird die Chose hoffentlich schon gehen. Das Kosovo ist aber ein Binnenland, wenn ich so auf die Landkarte sehe. Welche Wege gibt es jetzt, um in das Kosovo zu kommen? Wie kommt man vom Kosovo ans Meer? Wie fährt man mit dem Auto dorthin?

Franz


Griechenlandbuch gratis

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:24
Ich habe ganz vergessen, meinem Verlag zu danken, für die gute Idee, mein/unser Buch an Rezensenten gratis zu vergeben. Herzlichen Dank Verlag. Und im Voraus wünsche ich den möglichen Rezensenten viel Vergnügen beim Lesen. Ihr findet das Verlagsangebot auf dieser Seite.

Bücher zu verschenken

— geschrieben von thewritingfranz @ 20:58

Mein Verlag verschenkt zehn Exemplare meines Buchs "der Öleusweg oder wie ich auf Kreta Gott fand" an bloggende Rezensenten.

Die Bedingungen sind:


- Sie betreiben ein Literatur- oder Griechenlandblog.

- Sie schreiben eine Rezension und veröffentlichen sie auf Ihrem Blog.


Wenn Sie interessiert sind, schicken Sie bitte die URL des Blogs und Ihre Postanschrift an empunktverlag (at) gmail.com.


Wer kein Blog hat, kann das Buch hier bestellen. Über "Search Inside" kann man bei Amazon auch hineinschmökern, weitere Textauszüge gibt es auf meiner Homepage.



Sonnenuntergang am Tage

— geschrieben von thewritingfranz @ 11:26
Ist es möglich, dass ein ganzer Tag nur aus Sonnenuntergang besteht? So fühle ich mich jedenfalls heute.

Essen Vegetarier Kühe?

— geschrieben von thewritingfranz @ 14:47
Ich bezeichne mich als Vegetarier, auch wenn ich Teile einer Kuh esse. Ist doch eine Kuh nichts anderes als Gras das, durch verschiedene chemische Vorgänge in den Mägen der Kuh, zu Fleisch wurde. Verfolgt man diesen Gedankengang weiter, kommt man zu dem Ergebnis, dass wir eigentlich nichts anderes sind, als Kühe die, durch verschiedene chemische Vorgänge in unserern Mägen, zu Menschen geworden sind. In diesem Sinne grüße ich alle meine Mitkühe mit einem freundlichen: Muuuhhh! (weiter)

Aus Liebe sterben?

— geschrieben von thewritingfranz @ 14:30
Folgendes las ich vor kurzem über die Liebe und das Verliebtsein: Verliebt sein heißt zu sagen: Für dich würde ich sterben. Lieben heißt: Es auch tun. Eine schöne Definition, sie wird uns aber wohl überfordern.

Bärentöter und andere Gewehre bei Karl May

— geschrieben von thewritingfranz @ 09:38
Das mit dem Henrystutzen haben wir jetzt geklärt. Karl May hat ihn aber in Winnetou 2 falsch beschrieben. Er ist einfach das Anfangsmodel der Winchester. Man konnte mit ihm nicht 25 Schuss abgeben, wie K.M. dies meinte, sondern nur 16. Schwerer Fehler, mein Freund Charly. Aber wir tun uns bei der Kritik leicht. Wir holen uns Informationen aus dem Internet. Karl Mays "Internet" aber waren Zeitungen und Briefe. Keine Beschreibung aber fand ich im Internet für den Bärentöter. Der muss ein sehr schweres Gewehr gewesen sein, zweiläufig und Old Shatterhand konnte mit ihm sehr weit schiessen. Bin gespannt, ob ich noch was finde dazu.

Nikos Kazantzakis, Alexis Sorbas und der Öleusweg

— geschrieben von thewritingfranz @ 23:21
Wie das funktioniert, weiß ich auch nicht, aber ich bin jetzt auf einer Internetseite, die Bücher über Kreta anpreist, in der Abteilung "Romane" ganz in die Nähe von Alexis Sorbas gerückt: http://www.pervan.de/reiseberichte/Kreta-Shop. Hurra!

Franz Kienesberger und Julia Franck

— geschrieben von thewritingfranz @ 22:04

Ganz stolz bin ich, weil auf einer deutschen Internetseite (auf der Bücher verkauft werden), mein Buch mit dem deutschen Bestseller "die Mittagsfrau" von Julia Franck als Doppelpaket angeboten wird. Julia Franck erhielt im Vorjahr den Deutschen Buchpreis für ihr Werk. Dabei setzte sie sich unter anderem gegen Köhlmaier durch. Ich bin schon stolz, mit einer Preisträgerin in einem Atemzug beziehungsweise Schriftzug genannt zu werden.


Die Entfernung des Sonnenuntergangs und die Distanz der Berge zum Betrachter

— geschrieben von thewritingfranz @ 09:02
Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ja so nah? So sagt ein Sprichwort. Aber hat es recht? Was ist, wenn man in der Nähe nix Gutes findet? Übersieht man es nur oder kann es sein, dass tatsächlich nichts da ist. Naja, es bleiben immer noch der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang über den Bergen. Da aber frage ich mich: Ist ein Sonnenuntergang nah? Wenn der Berg, hinter dem die Sonne verschwindet, weit weg ist? Was ist am Meer? Da ist der Horizont noch viel weiter weg als in einem engen Bergtal. Wie weit kann der Horizont am Meer eigentlich maximal entfernt sein? Ich habe einmal gelesen, dass es dafür eine absolute Zahl gibt, 20 km oder so. Das glaube ich schon. Aber wie nahe kann der Horizont sein? Ich stehe knapp vor einer Mauer und schaue hinauf. Dann ist mein Horizont das obere Ende der Mauer. Mein Horizont ist daher die-Höhe-der-Mauer weit weg von mir. Wenn die Mauer nur 10 cm über meine Augenhöhe hinwegragt, dann ist mein Horizont 10 cm weit?breit?hoch? Das sind alles sehr schwer zu beantwortende Fragen und sollten mich nicht zu sehr beschäftigen, obwohl allein das Stellen dieser Fragen meinen Horizont erweitern könnte. Eine letzte Frage noch: Gibt es in der Finsternis einen Horizont? Am liebsten aber ist mir ein Horizont, der von einer Insel gebildet wird, auf deren Berggipfel freundliche Leute stehen und mir zuwinken und rufen: Komm Franz, nur noch zwei Ruderschläge, hier warten Freunde auf Dich.

Die Welt ist klein, auch in Paris und beim Schneiderwirt

— geschrieben von thewritingfranz @ 09:33

Ich weiß auch nicht, warum mir das plötzlich einfällt. Vielleicht deshalb: Gestern traf ich einen Freund, der am Wochenende mit seiner Freundin in Altaussee beim Schneiderwirt war. Dort saß K.M.B.am Stammtisch und war, sagen wir einmal, sehr gut aufgelegt. Eine Goiserer Wirtin auf Reisen machte sich heran. Der Bedrängte aber wies sie zurück. So erzählte man mir. Am nächsten Tag traf ich die Wirtin und fragte sie, wie es K.M-B. gehe. Sie wurde rot und stammelte die Frage, woher ich denn etwas wüsste.

Vor vielen Jahren machte ich einen Französischkurs in Castelnaudary in Südfrankreich. Dort lernte ich zwei Senegalesen kennen, den Mbaie N'quea und den Djallo Abukari. War ganz interessant, sich mit diesen beiden zu Unterhalten und vor allem erfuhr ich, welch köstlichen Humor Senegalesen haben und wie klug und gebildet sie sind. Djallo wollte nach dem Kurs nach Saudi Arabien, um dort als Ölbohringenieur zu arbeiten. Als wir uns verabschiedeten, wussten wir, dass wir uns nie wieder sehen würden.

Du sollst dich nicht täuschen! Die nächsten Ferien verbrachte ich in Paris, um meine Kenntnisse der französischen Sprache aufzufrischen. Als ich so durch die Rue Dingsbumms ging hörte ich plötzlich einen Schrei: Franz, hello, Franz, is it really you? Ich blickte auf die gegenüberliegende Straßenseite und dort stand Djallo Abukari mit einer feschen Französin. War das ein Wiedersehen. Wir umarmten uns und gingen dann in ein Kaffeehaus um uns zu erzählen, was im vergangenen Jahr uns so zugestoßen war. Bei Djallo war es jedenfalls so, dass ihn die Liebe davon abhielt, nach Saudi zu gehen. Er hatte diese entzückende Französin aus Paris kennengelernt und sich dazu entschlossen, in Paris zu bleiben. Wir trennten uns nach einiger Zeit wieder, diesmal aber in dem Bewußtsein, dass die Welt wirklich klein ist und es jederzeit passieren könnte, dass wir uns wiedersehen. Warum nicht auf dem Großglockner oder in der Kapuzinergruft oder auf Mykonos oder im Kongo?

+


Sonnenaufgang über dem Kalmberg und die Liebe des Fotografen

— geschrieben von thewritingfranz @ 08:56
Diesen Sonnenaufgang gibt es nicht. Weil der Kalmberg ist im Westen und die Sonne geht im Osten auf, sagt man. Über dem Kalmberg gibt es aber herrliche Sonnenuntergänge. Im Laufe meines Fotografenlebens fiel mir aber auf, dass ein Sonnenaufgang von einem Sonnenuntergang nicht zu unterscheiden ist. Auf dem Foto. Auch in der Natur nicht, wenn man nicht weiß wie spät es ist und in welche Richtung man blickt. Das gibt es nicht , sagst Du keck! Das gibt es schon, wenn man eine Party auf einer griechischen Insel richtig lang feiert. Oder wenn man ganz plötzlich verliebt ist und man nicht weiß, wo einem der Kopf steht, weil einem Tageszeit und Himmelsrichtungen vollkommen egal sind, zu diesem Zeitpunkt. Daher kann man die Liebe dem Sonnentest unterwerfen: Weißt Du noch die Himmelsrichtungen und die Tageszeit? Wenn ja, bist Du nicht richtig verliebt. Keine Angst, die Orientierungsfähigkeit kommt mit der Zeit schon wieder zurück.

Kaisersuchen auf Madeira und das Krampfadernwunder

— geschrieben von thewritingfranz @ 08:46
Jetzt ist sie in oder auf Madeira, die Schöne, Kluge. Ich aber weiss nichteinmal, wo es genau liegt. Auf der Höhe von Marokko? Wird sie dort Internet finden und benutzen? Wenn ja, dann soll sie diese Zeilen lesen: Ich hoffe, es geht Dir gut, ich wünsche dir Sonnenschein, wenig Wind, ab und zu ein gutes 8erl und eine Erholung, von der du lange zehren kannst. Warst Du schon beim Kaiser Karl, dem Seligen? Merkwürdig war dessen Seligsprechung schon. Da meldet sich eine Nonne aus Brasilien und gibt bekannt, durch ein Gebet zum Kaiser Karl seien ihre Krampfadern verschwunden. Dieses Wunder genügte dem Vatikan als letztes notwendiges Mosaiksteinchen zu Seligsprechung des Herrn Karl. Ein wirkliches Wunder wäre es gewesen, wären die von ihm in den Krieg gehetzten und die durch seinen Giftgaskrieg Getöteten auferstanden wären. Aber das Jüngste Gericht kommt, sagt das jüngste Gerücht. Und dann wird er seinen Opfern gegenüberstehen und Krampfadern werden sein geringstes Problem sein. Dies irae, heisst der Tag. Und du da auf Madeira, besuche dennoch sein Grab, damit du mir darüber erzählen kannst. Trotz allem ruhe er derweil in Frieden.

Tätowierungen am Rücken und Edelprostitution

— geschrieben von thewritingfranz @ 11:31
Neben mir sitzt gerade ein junges Mädchen, auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch. Vorher geht sie aber noch zum Tätowierer, um sich ein chinesisches Zeichen auf den Rücken tätowieren zu lassen. Das kostet 600 Euro. Ob das Glück bringt? Und wer kann mir garantieren, dass das, was chinesisch auf meinen Rücken tätowiert wird tatsächlich z.B. "Schönste Blume von Hawaii" heisst und nicht "Edelprostituierte zum Diskontpreis"?

Buchkauf in Bremen und Freudeverdoppelung

— geschrieben von thewritingfranz @ 08:41
Gestern erhielt ich ein Mail von einem Kreta-Fan aus Bremen. Er hat irgendwo im Internet mein Buch entdeckt Wahrscheinlich eh hier auf Kulando, oder auf meiner HP www.8ung.at/goiserer. Da bin ich schon stolz darauf, daß mein Buch so weit im Norden gekauft wird. Wie er das machte? Es ist in amazon erhältlich. Bevor ich meine kluge, hübsche Verlegerin kennenlernte, wußte ich nicht einmal, wie man über das Internet Bücher kauft. Heute weiß ich es. Wer sagt, dass Männer Frauen überlegen sind? Ich bin mir sogar beim Baumfällen nicht sicher, seit es die Motorsäge gibt. Jedenfalls: Haltet mir die Daumen, dass sich der Ruf meines Buches im Norden verbreitet. Das hier ist KEINE Werb ung, ich wollte nur meine Freude teilen. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Sekundenjahre

— geschrieben von thewritingfranz @ 09:15
Gott sei Dank, die Sonne ist wiede da. Gestern schon schien sie, da machte ich zusammen mit IHR einen Ausflug auf 1000 Meter Höhe und wir genossen den Ausblick über den Hallstättersee hin zum Dachsteingletscher. Friedlich war die Stimmung, nichts störte, ausser die Tatsache, dass es bald wieder Abschiednehmen hiess. Manche Leute sind eben zum Abschiednehmen geboren, scheint mir. Da bleibt nur eines, carpe diem. Manchmal gelingt es mir, mit IHR eine Sekunde wie ein Jahr lang zu geniessen. Ich wünsche den Lesern eine schöne, perfekte Sekunde.

Nebel in Goisern

— geschrieben von thewritingfranz @ 14:33

Schnee haben wir heuer nicht viel im Tal. Aber - seit Jahren zum ersten Mal - hatten wir einige Tage Nebel.


Krimiklassiker mit Witz

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:03

Auf dem Krimiblog von Ludger Menke findet zum dreijährigen Jubiläum des Blogs gerade ein Blog-Karneval zum Thema "zum Todlachen komisch - der Krimi und der Humor" statt. Dies ist mein Beitrag dazu.

Humorvoll war die Krimiserie Butler Parker. Soweit ich mich erinnern kann, war das eine Krimiserie im Format von Romanheftchen wie es heute noch die Jerry Cotton Serie ist. Butler Parker war im Hauptberuf Butler in einem vornehmen Haushalt und löste für sich selbst oder für seinen Arbeitgeber Kriminalfälle mit außergewöhnlichen und oft witzigen Methoden. Die Butler Parker Hefte waren in den 60er Jahren im Umlauf, ob es sie noch heute gibt weiß ich nicht.

Mit leichtem Humor versehen sind wohl auch Krimis von Agatha Christie mit Hercule Poirot als zentraler Figur. Mit leichter Ironie beschreibt Agatha Christie die Überlegenheit der "grauen Zellen" von Poirot über die Methoden der Polizei.

Komisch war auch immer der Assistent jenes Komissars, den so oft Joachim Fuchsberger in Verfilmungen von Edgar Wallace Krimis darstellte. Meist wurde dieser komische Assistent von Eddi Arent gespielt.

In diesem Zusammenhang darf ich auch nicht meine Lieblingskrimiserie in Form eines Comic nicht vergessen, Nick Knatterton. Mit köstlicher Ironie beschreibt Manfred Schmidt Zustände der Bundesrepublik der 60er Jahre, wenn zum Beispiel die Blumenverkäuferin den Nick Knatterton fragt, ob er einen Strauß Rosen möchte und dieser antwortet, dass er Strauß nicht so möge, er hätte lieber einen Bund Rosen. Andere Charaktere wie sein Ziehson Toni Knatter, die Gangsterfrauen Virginia Peng und Rita Haarwurz sowie seine ewig eifersüchtige Frau Linda mit ihren üppigen Oberweiten und engsten Hosen sind köstlich gezeichnet.


Verloren

— geschrieben von thewritingfranz @ 21:14

Da schreibe ich einen langen Artikel über Kommunikation und wie sich die Katze in den Schwanz beißt und schwupps, ist die ganze Anstrengung umsonst gewesen. Aus Maus, der Artikel ist verschwunden. Jetzt noch etwas Kluges zu schreiben ist zu dieser Stunde nicht mehr möglich. Höchstens noch:

Erkenne Dich selbst.


Der Opernball mit Strip

— geschrieben von thewritingfranz @ 11:34
Ich habe heute in der Früh die deutschen Nachrichten im Fernsehen angeschaut. Zumindest auf zwei Kanälen wurde über unseren? Opernball berichtet. Schön sei er gewesen, Walzer habe man getanzt und der Ehrengast sei eine amerikanische Stripperin gewesen. Was bitte? War da keine Anna Netrebko da? War da keine Terry Hatcher da? Bitte Herr Operndirektor, laden Sie bitte das nächste Mal auch das deutsche Fernsehen ein.

Durch die Wüste, mit Bärentöter, Henrystutzen und Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd Al Gossara

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:58

Karl May kennt wohl jeder, zumindest der, der gerne Witze erzählt. Weil da gibt es diesen gerne erzählten Witz: Was liest Du denn?- Das Kapital, von Karl May. - Aber das ist doch von Karl Marx! - Ach so, ich habe mich schon gewundert. Ich bin auf Seite 200 und noch immer ist kein Indianer vorgekommen.

Abgesehen davon aber ist Karl May jener Schriftsteller, der mein Leben am meisten beeinflußt hat. Er nähmlich erweckte in mir die Reiselust, die Lust, andere Länder, andere Sitten, Nichtgoiserer kennenzulernen. Das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe, war IM SUDAN. Das habe ich in der Gemeindebibliothek gefunden und begeistert verschlungen. Leider wusste ich aber nicht, wo der Sudan war. In der Schule nahmen wir noch immer die Geographie von Österreich durch. Afrika war noch weit weg. Aber irgendwie wusste ich schon, der Sudan müsse in Afrika sein, das wird im Buch selbst erwähnt. Aber wo war Afrika? . Ein Land voller Sklaven, Sklavenhändler und nur einem guten Weissen, der die Sklaven befreit. Das war in meinen Träumen natürlich ICH. Gibt es etwas Edleres, als Sklaven zu befreien? Ja, das gibt es. Das erfuhr ich in meinem zweiten Band, den ich von May las, DURCH DIE WÜSTE. Da befreit der Held, Kara Ben Nemsi mit seinem Freund Hadschi Halef Omar nähmlich eine junge Frau aus den Händen eines grossen Schurken, der sie zwangsheiraten wollte. In meinen Träumen befreie ich noch heute als Franz Ben K gefangene Frauen und schiesse alle nieder, die sich mir in den Weg stellen, mit Bärentöter und Henrystutzen, dem 25-schüssigen. Dieser Henrystutzen blieb für mich immer ein Rätsel. Es war das einzige Gewehr auf der Welt, mit dem man hintereinander 25 Schuß abgeben konnte, ohne einmal nachzuladen. Ich weiss aber bis heute nicht, wie das funktionierte. War der Henrystutzen ein Repetiergewehr wie die Winchester? Wenn das jemand weiss, soll er es bitte in einem Kommentar erklären. Irgendwo ist es vielleicht in Winnetou I erklärt, aber ich konnte die Stelle nicht mehr finden, als ich vor ein paar Jahen in einem Antquariat ein Exemplar fand und nach dem Ursprung des Henrystutzen suchte. Wo ist eine Frau, die befreit werden will? Bitte rufe mich nicht an, aber erscheine in meinen Träumen.


Powered by kulando