Dieses Gedicht haben wir heimlich in der Schule aufgesagt. Psssst, kein Erwachsener darf Euch hören!!!
"Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Bald brennt die ganze Stube.
Der Vater rennt, die Mutter flennt.
Ich bin ein böser Bube."
Heute am Abend kommt eine ganz, ganz liebe Person zu mir auf Besuch. Hurra! Ansonsten gilt wie immer: Einsam sind die Tapferen.Hugh!
In bloßes Gerücht ist es, daß ich in Weihnachtsstimmung bin. Ich bin heute eigentlich in gar keiner Stimmung, jedenfalls in keiner definierbaren, höchstens aber in einer Ichvermissedichstimmung.
In der Buchhandlung Neugebauer wurden am ersten Tag der Verfügbarkeit meines Buches 2 Stück verkauft. "Kloa is schon" war der Kommentar einer Käuferin. Klein ist es wirklich, das weiß ich, aber fein ist es auch, das weiß ich ebenfalls. Ein Kommentar fiel so aus: Sehr witzig, dieses Büchlein, aber auch tiefgehend und dort wo es tiefgeht, ist es auch sehr ernst und auch sehr war." Dieser Kommentar hat mich gefreut. No na!
Ein liebes kleines Buch habe ich jetzt schon als Weihnachtsgeschenk erhalten. Hector, oder die Suche nach dem Glück. Eines der Lieblingsbücher einer meiner Cousinen. Leicht zu lesen, führt aber nicht wirklich zu einem Ergebnis. Jedenfalls bisher. Habe ca. 2/3 gelesen, werde weiter berichten. Was ist Gück?
manchmal denke ich mir, daß nach den alten Griechen sämtliche Probleme der Menschen bereits beschrieben wurden, samt den Lösungen dazu. Über die Lösungen läßt sich streiten. Die Probleme haben sich nicht geändert, haben oft nur neue Namen erhalten. Endgültige Lösungen in Büchern habe ich noch nicht gefunden. Wozu dann lesen? Ich lese doch. Warum? Muss wieder einmal darüber nachdenken.
Ich muß meine Wadeln noch viel trainieren. Einmal nämlich, wenn geht nächstes Jahr, will ich auf den Mount Olympus. Der ist ganz schön hoch, aber den Göttern da oben scheint es immer gut zu gehen, also kann das Klima am Gipfel nicht allzu wild sein. Mit Zeus einmal bauernschnapsen, das wären meine olympischen Spiele. Und noch einen Traum habe ich seit langem: Endlich einmal das Stadion in Olympia laufend zu umrunden. Der Platz vor dem Stadion ist einer der schönsten Plätze der Welt, mit uralten Olivenbäumen bewachsen unter denen es sich herrlich ruhen, denken und nichtdenken und Kraft tanken läßt.
Wenn man Wasser auf dem Herd beobachtet, wird es nie kochen, sagt ein altes Sprichwort. So geht es mir mit meinem Buch. Ich sitze auf Nadeln, weggeschickt wurde es schon von der Druckerei, die Buchhändlerin will es unbedingt schon gestern haben, aber es kommt nicht, es kommt nicht. Vielleicht kommt es heute. Wetterbericht: Es scheint ein wunderschöner sonniger Tag zu werden, mit Kälte. Diese Beschreibung erinnert mich an eine Frau. Naja, nur an eine, die anderen haben mich schon gewärmt, sind aber nie über dem Kalmberg aufgegangen, höchstens sind sie mit mir auf den Kalmberg gegangen.
Hurra, gestern kam die Nachricht von BoD an meinen Verlag, daß mein Buch gedruckt ist und unterwegs nach Goisern. Die Buchhändlerin wartet schon ungeduldig darauf, weil sie täglich von vielen Kunden gefragt wird, wann denn endlich das nächste Buch vom Kienesberger zu kaufen sei. Der Wirt von der Rathluckahütte wartet auch schon darauf. Er will, daß ich da oben bei ihm wieder eine Lesung halte und er wird dazu griechisch aufkochen. Hoffentlich kommt die Lieferung morgen.
Es ist ein Gerücht, dass der Heilige Nikolaus mit einem Schlitten durch die Luft fliegt. Das weiß heute jedes Kind über drei und es ist ein Rätsel, wer solche Dinge verbreiten konnte. Es ist aber auch ein Gerücht, dass der heilige Nikolaus aus Myra in Kleinasien stammt und dieses Gerücht hält sich noch viel hartnäckiger als die Sache mit dem Schlitten.
Wir sind der Sache nachgegangen und haben die Heimat des Heiligen Nikolaus aufgespürt. Agios Nikolaos liegt knapp 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Heraklion und ist die Hauptstadt des Bezirks Lassithi. In Ausgrabungen unterhalb des Pools des Luxushotels "Minos Palace Hotel" wurde ein steinerer Abdruck eines wallenden Bartes sowie ein gut erhaltener Bischofsstab gefunden. Durch Salz konserviert (früher ging das Meer bis zur Fundstelle), fand sich weiters ein purpurner Stoffetzen. Darin eingewickelt fand man einen kleinen römischen Zinnsoldaten. Die Funde konnten auf das 4. Jahrhundert nach Chr. datiert werden, womit die Zuordnung zum heiligen Nikolaus als erwiesen gilt.
Die Winterdepression hält mich wieder einmal umfangen. Da tut es mir gut, meine Gedanken abschweifen zu lassen und von Ferientagen in Griechenland zu träumen. Dann sitze ich nicht auf meiner Couch und blicke in den Schneefall vor dem Fenster, sondern liege im heißen Sand von Matala oder ich sitze bei meinem Freund Spiros im Schatten und blicke auf das dunkelblaue Meer und führe gebratene Sardinen und Tomatensalat mit Olivenöl abwechselnd zum Mund. Ab und zu blättere ich auch in meinem eigenen Buch, das meine Reise durch Kreta beschreibt samt Kretas Olivenbäumen, köstlichem Olivenöl, griechischen Göttern, von denen ich auch gerne einer wäre, attraktiven Griechinnen, klugen Philosophen und Sonne, Meer und Sternenhimmel. Eigentlich bin ich überrascht, dass mein Buch sich nach einigen Tagen im Internet bereits wie von selbst verkauft, Hermes scheint mit mir zu sein. Jetzt warte ich ab was Aphrodite dazu sagt.
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