thewritingfranz

Umleitung

— geschrieben von thewritingfranz @ 13:28
Kulando läuft bei mir leider seit Wochen nicht mehr richtig. Ich kann nicht mehr linken, keine Bilder mehr einfügen, keine Absätze formatieren, nichts. Nur im Büro von Frau M. geht es noch, aber die darf das nicht zugeben. Deshalb habe ich mir hier ein →neues Blog eingerichtet.

Sie ist da

— geschrieben von thewritingfranz @ 17:58
Sie ist wieder da bei mir und will gekrault werden. Daher kann ich im Augenblick nicht weiterschreiben. Wie machen das andere Blogger, wo setzt ihr die Prioritäten?

filosofische Standortbestimmung

— geschrieben von thewritingfranz @ 23:23

Ich gehöre - filosofisch gesehen - der Gruppe der Skeptiker an. Ich bin mir aber nicht ganz sicher.

Franz?


Man jodelt nicht auf Kreta - Agnes Baltsa singt

— geschrieben von thewritingfranz @ 16:55

Eine meiner Lieblings-CDs ist die mit griechischen Volksliedern, gesungen von Agnes Baltsa. Der Titel dieser CD ist: "Songs, my country taught me (Lieder meiner Heimat)". Wenn man diese Lieder hört, kommt einem die österreichische Volksmusik arm vor, insbesonders die meiner engeren Heimat. Die Lieder meiner Heimat beschränken sich zum Großteil auf Worte wie "holadrio" und "huiodriaho". Die Melodien sind zwar schön, einen Inhalt gibt es aber nicht. Lieder mit Text setzen sich zu 90 Prozent aus den Worten zusammen: "Jaga, Dirndl, Berg, Gamserl, Wildschütz, Bua." Verbietet man in meiner Heimat das Wort "Dirndl" und das Wort "Jaga", hat man kein Lied mehr. Inhaltlich sind unsere Lieder meist auch ohne tieferes Gefühl, die Liebe beschränkt sich oft auf die Liebe zum Berg oder die Liebe zu irgend einem Blümchen, insbesonders zum Edelweiß. Ich kann das Wort "Edelweiß" schon nicht mehr hören. Leider spiegelt sich in diesen Liedern die Gefühlsarmut der Bevölkerung des Salzkammergutes, wo die Menschen oft wirklich ein Edelweiß oder einen Berg mehr lieben als andere Menschen und der Abschuß einer Gämse mehr zählt als ein Kuss.

Hört man griechische Volkslieder, so taucht man in eine Gefühlswelt ein, deren Tiefe einen beinahe in Angst versetzt. Wo sonst singt man einen Text wie: "Wind, trockne meine Segel, nimm meine Tränen, nimm mein Herz. Ich kann die Einsamkeit nicht ertragen. Wohin bringst Du mich? Was denn willst Du von mir? Ich weiß doch, Du liebst mich." Oder: "Mit einem der Züge, die mitten in der Nacht abgefahren sind, ist meine Liebe entschwunden. Ich bin allein zurück geblieben. Ich brauche Deine Hand, um mich zu stützen, Deinen tröstenden Blick, Dein Lächeln, damit sich mein Herz wieder erwärmt." Nur langsam öffnet sich die griechische Seele dem Fremden. Aber hat sie das einmal getan, weiß man, warum die Griechen solche Volkslieder haben und nicht ununterbrochen Gämsen erschießen oder Edelweiß pflücken. In Verbindung mit wunderschönen Melodien und der Stimme von Agnes Baltsa zählen daher die Lieder auf dieser CD zu den schönsten, die ich je gehört habe. Ich hoffe, dass meiner Freundin ebenfalls diese Lieder gefallen, weil es mir unmöglich ist, ihr meine Zuneigung mit einem "Huiodrio" zu erklären. In diesem Sinne erwarte ich eine Rückkehr des Zuges und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr thewritingfranz.


Die erste Kriminalgeschichte - Hamlet

— geschrieben von thewritingfranz @ 16:21
Sie hat mich wieder einmal etwas gefragt, wer denn die erste Kriminalgeschichte geschrieben hätte. Ich wusste es nicht sofort und musste nachdenken. Sie aber googelte herum und fand einen Schriftsteller aus den 30er Jahren und Edgar Allen Poe aus dem 19. Jahrhundert. Mir schien das alles nicht weit genug zurück zu liegen. Mord und dessen Aufklärung hatte es doch schon immer gegeben. Irgend einer der Alten muss doch schon einmal darüber geschrieben haben. So fing ich mit meinem Denkprozess bei den alten Griechen an und arbeitete mich herauf bis zu Shakespeare. Da schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf. Hamlet! Wie bekannt ist, wurde Hamlets Vater von seinem Onkel ermordet. Dieser Schuft heiratete dann Hamlets Mutter, die von dem Mord wusste. Hamlet erscheint ein Geist, sein Vater, der ihm erzählt, wie und von wem er ermordet wurde. Er forderte seinen Sohn auf, den Mord aufzudecken und ihn zu rächen. Und darum geht es nun in dem Theaterstück: Die Mörder sind bekannt, Hamlet muss sie jedoch überführen. Er lädt eine Schauspieltruppe auf sein Schloss ein und lässt sie ein Stück spielen, in dem ein Mann auf dieselbe Art und Weise - einen schlafenden Gift ins Ohr träufeln - ermordet wird, wie sein Vater. Onkel und Mutter sehen dem Spiel zu und als der Mörder das Gift dem Opfer ins Ohr träufelt, springen beide auf und fordern lauthals, dieses niederträchtige Spiel zu beenden. Damit haben sie sich selbst aufgedeckt. Die Rache kann beginnen.

Begegnung mit einer angeschossenen Zielscheibe

— geschrieben von thewritingfranz @ 20:47
Auf einem anderen Blog wurde berichtet, mit welchen Waffen die Goiserer auf Zielscheiben schießen. Hat in einem Schützenverein ein Mitglied einen runden Geburtstag oder heiratet er, oder passiert ihm irgend etwas Witziges, wird für diesen Anlass eine Zielscheibe mit der Hand gemalt. Auf der Zielscheibe wird dann dieses Ereignis dargestellt. Dem Wirt von der Rathlucka-Hütte wurde zu seinem 50. Geburtstag eine solche Zielscheibe angefertigt. Lustig wurde darauf geschossen und später wurde die Scheibe bei der Rathlucka-Hütte aufgehängt, auf einem Nebengebäude. Auf die Scheibe aufgemalt ist das Gesicht des Jubilars. Dieses wird umrahmt von einem prächtigen schwarzen Vollbart und gekrönt von einem Hut mit Gamsbart. Heute gehe ich durch Bad Goisern, da begegnet mir ein Auto. Und hinter dem Steuer sitzt die Zielscheibe. Ich war beinahe erschrocken über die Ähnlichkeit des lebenden Gesichtes mit dem Gemalten. Es muss ein großer Künstler gewesen sein, der die Zielscheibe anfertigte. Der Bart des Wirtes ist halt im richtigen Leben schon etwas weiß geworden, der Hut mit dem Gamsbart steht ihm aber immer noch gut. Möge er noch viele runde Geburtstage erleben, auf dass noch viele Schüsse auf ihn abgefeuert werden können.

Der Tod des Wildschützen oder der Pius Waldner Rap

— geschrieben von thewritingfranz @ 22:34

In da Fria bin i wegga In Gottes Natur.

Und mei Muattal hot gsogt: "Kimm gsund hoam, liaba Bua."

Und bevor d'Sun woa heraußn

woa i schon draußn.

Zwischan Bleaml und Grasal bin i auffi am Berg,

von do obm vom Güpfi siagst untn nur Zwerg.

 

Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.

Wegen dem Scheiß Jaga is jetzt so lob.

 

Drentas Tol auf da Leitn,

drent auf da Sunnaseitn

steht da Jaga mit sein Gwehr.

Und des letzt wos i hea is a Gümpöpfeifn.

Donn kimmt die Kugel, tuat mi net streifn.

Denn glei übam Buckl - zack!

geht de Wornschusskugel mir mittn ins Gnack.

 

Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.

Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.

 

Mei junges Lebm, meine Träume, mein Sehnen,

umsonst sans gwen.

Erstickt nun in Tränen, sie fließen herab

von meinem Brüdern auf's Grab.

Oba i sog trotzdem scho heit,

am Ende siegt die Gerechtigkeit.

Mi werden die Engal wolln,

den Jaga wird da Teifl hoin.

 

Ohne den Scheiß Jaga tat's mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob

Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.


Erinnerungen an den Sturm "Emma" im Februar 2008

— geschrieben von thewritingfranz @ 12:08


Seelen tanzen

— geschrieben von thewritingfranz @ 21:31
Sie ist wieder bei mir und schaut sich Dancing Stars an. Die Lizzy Engstler sagte gerade, jetzt fühlt sie, wie die Seele tanzt. Da kann ich mich ihr nur anschließen. Mit dem perfekten Partner tanzen heisst, nicht mehr selber zu tanzen, sondern die Seele tanzen zu lassen. Die Füße machen dann von alleine mit. Einmal, in der Pizzeria in Parschallen, als der Wirt für uns allein Klavier spielte und wir dazu tanzten, tanzte meine Seele. Und der Attersee sah zu. Ich kann diesen Tanzort jedem nur bestens empfehlen.

Langweilige Bücher, Feuchtgebiete und die Lust zu morden

— geschrieben von thewritingfranz @ 19:29
"Lieber Franz", sagt sie: "Hier, dieses Buch schenke ich Dir." Wie immer denke ich langsamer als sie handelt und nehme ihr das Buch aus der Hand. Kaum halte ich es in Händen und öffne es, schießt es mir durch den Kopf: "Shit, schon wieder hereingefallen." Und wie immer stelle ich ihr die Frage: "Das hat Dir wohl nicht gefallen?" Aus langer Erfahrung weiß ich nämlich, dass sie mir Bücher, die sie für gut befunden hat, nur leiht. Dabei vergisst sie nie, vorher noch ihren Namen auf die Innenseite des Buchumschlags zu schreiben. Und wie erwartet antwortet sie: "Stimmt, das Buch ist ein Schas. Wie hast Du das erraten?" und lächelt dabei verschmitzt. Ich, wie immer schüchtern: "Naja, halt so." Und dabei weiß ich seit Jahren, dass sie immer denselben Trick anwendet. Kaum hat sie ein Buch, dass sie in ihrem Bücherregal nicht unterbringen will, weil es schlecht ist, schaut sie mich mit ihren blauen Augen unschuldig an und stellt mir, der gegen ihren Blick hilflos ist, immer wieder dieselbe Buchfalle. Sie weiß, ich kann ihr keine Bitte abschlagen. Und schon gar nicht kann ich ein Buch, das mir geschenkt wird, ablehnen und würde es von Feuchtgebieten handeln. Und so habe ich in meinem Bücherregal die Geschenkte-Schlechte-Bücher-Ecke eingerichtet und immer, wenn sie mich besucht, ist das erste, nachdem sie sich ausgezogen hat, die Frage: "Hast Du mein letztes Geschenk schon gelesen?" Und immer wieder antworte ich: "Noch nicht, aber ich werde es in den nächsten Tage lesen." Und jedes Mal muss ich mit dieser Lüge im Gedächtnis zärtlich zu ihr sein. Dabei brenne ich innerlich vor Wut über meine Feigheit, die mir verbietet, ihr das Buch zurück zu geben oder es wegzuwerfen. Und so massiere ich mit der einen Hand zärtlich ihren Rücken, während ich die andere Hand immer wieder von ihrem Hals zurück reißen muss, damit sie nicht zupackt und sie erwürgt. Wie lange ich das noch durchhalte, weiß ich nicht. Ich schreibe aber schon an meiner Verteidigungsrede. Ich kann nur hoffen, einen Richter zu finden, dessen Frau auch langweilige Bücher liest.

Skifliegen von Eiger Nordwand

— geschrieben von thewritingfranz @ 11:48
Heute war wieder eine grandiose Skiflugveranstaltung in Planica. Das sind schon wilde Hunde, die da springen. Bei 235 m liegt der Weltrekord, wenn ich mich nicht irre. Wie weit kann das noch gehen? Wahrscheinlich noch sehr weit. Man müsste z.B. nur oben auf der Eiger Nordwand eine Schanze bauen, dann fällt man nach dem Anlauf 1000 m frei und landet sanft unten, im schrägen Auslauf. Aber ab wann macht die Rekordsucht keinen Sinn mehr? Nie? Ich weiß es nicht. Ab wann kann kein Rekord mehr aufgestellt werden? Gibt es in der Leichtathletik absolute Grenzen? Wie schnell kann der Mensch 100m laufen? Irgendwo muß es eine Grenze geben. Ansonsten wäre es bei ständiger Verbesserung doch möglich, 100m in 5 Sek. zu laufen. Daran glaubt doch wohl keiner! Oder beim Hochsprung, ist da auch erst eine Grenze bei 3m? Oder ist die Grenze bei 2,50m oder wo? Mich würde auch interessieren, wie schnell die alten Griechen liefen oder wie hoch sie sprangen. Zeiten wird man wohl keine mehr aus dieser Zeit feststellen können, aber vielleicht gibt es irgendwo Verzeichnisse über die im Weitsprung erzielten Weiten? Aristoteles aus Mykonos sprang 4 Stierlängen weit? Franzopolos aus Knossos sprang zwei Speerlängen hoch? Wer weiß was dazu? Bitte Nachricht hinterlassen. Ich aber gehe jetzt weltrekordverdächtig langsam zum Wirtn auf ein Schnitzel.

Schwangere Traviata

— geschrieben von thewritingfranz @ 12:01
Anna Netrebko ist schwanger, singt aber die Traviata für den neuen Film. Die stirbt aber zum Schluss. Was ist mit dem Baby?

Das Goiserer Journal schreibt über mich

— geschrieben von thewritingfranz @ 19:52
Goiserer Journal (weiter)

Teil 2 Wildschützenfortsetzungskrimi

— geschrieben von thewritingfranz @ 10:48

Hans strich seiner Frau zärtlich über das Haar. "Höre auf zu weinen, ich bitte dich". Das Schluchzen seiner Frau, in das nun auch die Kinder einfielen, zerriss ihm das Herz. "Den Aktionären werde ich es zeigen", dachte er, "erschießen müsste man sie, aber ich bin zu sehr Christ. Verzeihen aber kann ich ihnen auch nicht lieber Gott, da forderst du zu viel im Neuen Testament." Er öffnete die Falltür zum Keller und stieg die steile Treppe hinab. An der Wand stand ein alter Kasten, der schon lange nicht mehr geöffnet worden war. Die Blumen, mit denen er bemalt war, waren schon verblichen, nur die zwei Edelweiss in der Mitte jeder Tür leuchteten durch den Staub, als wären sie nicht vor zweihundert Jahren aufgemalt worden, sondern gestern. "Hans stieß einen fürchterlichen Fluch aus: "Solange die zwei Edelweiß ihre Farbe nicht verlieren, werde ich wildern und jeden Hirsch, jede Gämse und jedes Reh zwischen Goisern und Aussee schießen, so wahr mir Gott helfe! Kein Jäger wird mich aufhalten können, kein Jagdherr wird je wieder eine Beute machen, wenn ich es verhindern kann. Hunger und Blut sollen über sie kommen, wie die sieben Plagen im Alten Testament, vor allem Blut! Damit sollen sie für den Hunger meiner Kinder büßen."

Lieber Leser, Du kannst jetzt die Geschichte fortsetzen oder einen Kommentar an den ich mich nach Möglichkeit halten werde, dazu abgeben.


Logik und der Irrtum betreffend die Kunst

— geschrieben von thewritingfranz @ 13:05

Immer wieder, wenn ein/e BildungsbürgerIn darüber redet, was denn Kunst sei, kommt er/sie mit dem Argument daher, Kunst komme von KÖNNEN. Daher ist alles, was er/sie nicht versteht, weil es nicht eine Blume in einer Vase oder einen Berg mit Wolken zeigt, nicht Kunst. Und schon gar nicht Kunst ist abstrakte Kunst, weil man da nix können muss. Dieses Argument, Kunst komme von "Können" ist aber leicht wiederlegbar, wenn man auf Logik pocht. Wenn a gleich b ist und b gleich c ist, dann ist c gleich a. Dieser Satz ist wahr und ist daher in allen Sprachen wahr. Denn wenn etwas wahr ist, ist es in allen Sprachen war. Überprüfen wir nun die Wahrheit des Satzes "KUNST KOMMT VON KÖNNEN" indem wir ihn übersetzen, z-B. ins Englische, dann kommen wir zu "Art comes from ????????????", da stehen wir an. Auf englisch läßt sich der Satz nicht übersetzen, auch nicht ins französische, ohne seine Aussage zu verlieren. Daher ist er nicht war.


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